Nicht nur wir Erwachsenen plagen uns mit kleinen und großen Sorgen oder diversen Ängsten, auch Kinder haben im Alltag nicht selten damit zu kämpfen. Viele Kinder haben vor bestimmten Situationen oder Dingen Angst oder sie leiden darunter, wenn sie Ärger im Kindergarten oder in der Schule haben, oder wenn es Streit mit ihren Freunden gibt.

Kindern fällt es aber nicht immer leicht, über ihren Kummer und ihre Nöte zu sprechen. In diesem Fall können die so genannten Sorgenfresser vielleicht helfen, und die Sorgen wortwörtlich auffressen.

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Die Plüschfiguren essen am liebsten Sorgen auf

Der deutsche Regisseur Gerhard Hahn, der unter anderem Filme wie „Lola Rabbit“ oder „Asterix in Amerika“ produzierte und Figuren wie Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen Leben einhauchte, hatte während einer Krise mit vielen schlaflosen Nächten eine ganz besondere Idee. Er entwickelte mit zwei Künstlern süße Plüschfiguren mit einem Reißverschluss als Mund, dieser soll dann kindliche Ängste und Sorgen quasi verschlingen.

Zunächst präsentierte man die Sorgenfresser Rumpel, Saggo und Ernst, und nachdem diese großen Anklang fanden, kamen noch weitere Figuren dazu. Das Unternehmen „Helle Freude“ kümmert sich um die Produktion und den Verkauf der niedlichen Plüschfiguren, mittlerweile ist sogar ein Kinderbuch erschienen.

Der Sorgenfresser als Tröster im Alltag

Ein Sorgenfresser hilft einem traurigen Kind | © depositphotos.com @ AlexLipa

Kinder können sehr vielfältige Ängste entwickeln, einige fürchten Monster im Schrank oder unter ihrem Bett, andere fühlen sich im Dunkeln sehr unwohl. Es kann sich aber auch um ganz alltägliche Dinge handeln, wie die Angst vor einer Klassenarbeit oder vor einem wichtigen Wettbewerb. Eltern sind diesbezüglich sehr feinfühlig und merken in der Regel schnell, wenn ihr Kind sich anders verhält.

Reden ist natürlich die beste Lösung, doch nicht jedes Kind kann offen darüber reden oder seine Ängste auch wirklich benennen. In diesem Fall fungiert einer der Sorgenfresser als Kummerkasten. Kinder im Schulalter können ihre Sorgen aufschreiben, kleinere Kinder malen sie einfach auf einen Zettel, dieser verschwindet dann im Mund der Plüschfigur.

Die meisten Kinder verspüren anschließend sofort eine Erleichterung, auch wenn das Problem natürlich noch nicht aus der Welt geschafft ist. Es ist auch nicht verwerflich, wenn Eltern den Reißverschluss des Sorgenfressers öffnen, um vielleicht besser Trost spenden zu können oder dem Kind ein kleines Geschenk zukommen zu lassen.

Kinder haben die Möglichkeit, sich zunächst jemandem mitzuteilen, ganz ohne Angst vor irgendeiner Reaktion. Mittlerweile haben sogar Lehrer und Kinderpsychologen die Sorgenfresser für sich entdeckt und nutzen sie gerne als Hilfestellung bei der Kommunikation mit Kindern.